Wir freuen uns jederzeit über Interessierte. Hierbei spielt es keine Rolle, ob Sie einen Hund besitzen oder ohne Hund mitwirken möchten. Für Letztere gibt es vielfältige Aufgaben, die in einer Rettungshundestaffel übernommen werden können und auch noch Spaß machen, beispielsweise die Koordination von Einsätzen vor Ort oder die Tätigkeit eines Ausbilders.

Haben Sie einen Hund und möchten gerne an einer Schnupperübung teilnehmen? Dann sollten Sie sich über folgende Punkte Gedanken machen:

 

Anforderungen an den Hund:

 

  • Mittlere Größe (nicht zu schwer), sportlicher Typ
  • Gesund
  • Nicht älter als vier Jahre
  • Verträglich mit Artgenossen
  • Aufgeschlossen gegenüber Menschen
  • Gut motivierbar (Futter und/oder Spielzeug)
  • Keine übertriebene Ängstlichkeit/Geräuschempfindlichkeit
  • Ein dem Alter entsprechender guter Gehorsam

 

Anforderungen an den Menschen:

 

  • Physisch und psychisch gesund & belastbar
  • Teamfähig
  • Eigenes Auto
  • Zeit

 

Die Möglichkeit, bei uns bei einem ersten Schnuppertraining mitzumachen, besteht (fast) jederzeit! Sind Sie dann vom Rettungshundevirus infiziert, steigen Sie in das mindestens einmal pro Woche stattfindende Training ein. Die ersten Monate dienen der Entscheidung, ob dieses anspruchsvolle Ehrenamt in Ihr Leben passt.

 

Neben dem festen Willen in einer Rettungsorganisation aktiv mitzuarbeiten, muss der Rettungshundeführer vor allem physisch und psychisch beweglich und belastbar sein. Gefordert sind weiterhin
Teamgeist und
Kooperationsfähigkeit. Dies ist sowohl für die menschliche Zusammenarbeit als auch für den Umgang mit allen Hunden der Staffel notwendig. Weiterhin muss sich jeder Hundeführer darüber im Klaren sein, dass er viel Zeit, Ausdauer, Disziplin und finanzielle Aufwendungen in die ehrenamtliche Tätigkeit investieren muss. Um den vielfältigen Aufgaben im Einsatz gewachsen zu sein, wird jeder Hundeführer umfassend theoretisch und praktisch in folgenden Fächern ausgebildet:

  • Erste Hilfe am Mensch
  • Erste Hilfe am Hund
  • Kynologie
  • Einsatz- und Suchtaktik, Verhalten im Einsatz
  • Funkverkehr
  • Stressbewältigung
  • Verhalten in Risikosituationen
  • Karte / Kompass / Orientierung, Satellitennavigation (GPS)
  • Trümmerkunde
  • Lagebeurteilung
  • Abseiltechniken
  • Sicherheit im Einsatz

Das Vertrauen zwischen Hundeführer und Hund ist die Grundlage der Rettungshundeausbildung. Der Hundeführer und sein Hund sind eine Einheit, sie sind ein Team.

Belastbarkeit

Ein wichtiger Punkt ist auch die körperliche und psychische Belastbarkeit. Der Hundeführer und auch dieSuchgruppenhelfer müssen körperlich in der Lage sein, sich auch abseits asphaltierter Wege im Gelände oder auf Schuttbergen zu bewegen und nicht ganz unsportlich sein, da besonders im Ernstfall die Einsatz- kräfte dazu in der Lage sein müssen, weite Strecken durch unwegsames Gelände zu gehen. Und insbesondere die Suche nach vermissten Personen wie beispielsweise Kinder ist auch für gut ausgebildete Menschen nicht immer einfach.

Der zeitliche Aufwand

Die Ausbildung zum Rettungshundeteam umfasst praktische Übungen und Trainingseinheiten die 1- bis 2-mal die Woche durchgeführt werden.

Normalerweise üben wir ein Mal am Wochenende, entweder Samstag oder Sonntag, möglichst im Wechsel. Für die Übungen am Wochenende wird ein halbjährlicher Plan erstellt, so das sich jeder entsprechend darauf einstellen und sich möglichst viel Zeit reservieren kann, da Übungen von 5-6 Stunden keine Seltenheit sind.

Außerdem bieten die Ausbilder Zusatzübungen in der Woche an – je nach aktuellem Bedarf und dem persönlichen zeitlichen Kontingent. Diese Übungen beginnen meist am späten Nachmittag oder frühen Abend und dauern in der Regel nur 3-4 Stunden. Zwei bis drei Mal im Jahr werden auch komplette Übungswochenenden angeboten. Hier fahren wir z.B. zu besonderen Übungsgeländen wie der Zollhundeschule in Neuendettelsau oder auf Einsatz- oder Katastrophenschutzübungen mit anderen Staffeln.

Neben den praktischen Übungen, die den größten Teil der Zeit einnehmen, sollte man auch folgende Zeitfaktoren einplanen:

  • Rettungshundeführer und Einsatzkräfte müssen über verschiedene theoretische Kenntnisse verfügen. Je nach Bedarf müssen hier Theorieeinheiten absolviert werden.
  • Ziel unserer Ausbildung ist immer die Einsatzfähigkeit, damit in Not geratenen Menschen geholfen werden kann. Die Alarmierung zu einem Einsatz erfolgt meist in der Nacht (zwischen 22 bis 4 Uhr). Die zeitliche Dauer ist nur sehr schwer abzuschätzen, liegt aber im Schnitt bei 4 Stunden.
  • Auf verschiedenen Veranstaltungen demonstriert die Staffel der Öffentlichkeit die beeindruckenden Fähigkeiten der vierbeinigen Spürnasen, wirbt um Sponsoren und informiert Interessierte bzw. potenzielle Neumitglieder.

Insgesamt ist Rettungshundearbeit ein idealistisches Hobby, das einen hohen Zeitaufwand erfordert. Weiterhin sollten Sie sich im Klaren darüber sein, dass:

  • es bei Einsätzen um Leben und Tod geht, und dass die Einsätze unter Umständen auch für die Retter nicht ungefährlich sind.
  • Anerkennung in Form von Pokalen und Auszeichnungen -wie im Hundesport üblich- nicht zu erwarten sind.
  • alle Rettungshundeführer in den unterschiedlichsten Berufen arbeiten und sich rein ehrenamtlich engagieren. Zeit und finanzielle Ausgaben für die Ausbildung der Hunde und für die Einsätze werden von den Mitgliedern selbst getragen.

 

Das Teamwork und das Gefühl, eine wertvolle Tätigkeit zum Wohle der Gemeinschaft zu tun, motivieren immer wieder aufs Neue. Mit der Rettungshundearbeit erwartet Sie eine sinnvolle und befriedigende Tätigkeit – sowohl für Sie selber als auch für Ihren Hund!

Kontakt Info

Rettungshundestaffel 107 Zugspitz-/Karwendelregion e.V.
Hirschbichlstr. 7
82467 Garmisch-Partenkirchen

Regina Püschel
++49 170 527 09 61
reginapueschel@rhs-gap.de

Konto:
VR Bank Werdenfels
IBAN DE48 7039 0000 0001 4269 40

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